Projekt Aistdamm

Der Aistdamm ist ein Gemeinschaftsprojekt der Gemeinden Mauthausen, Naarn, Schwertberg, der Verbund Hydro Power GmbH und des Hochwasserschutzverbandes Aist.

Übersichtslageplan Projekt Aistdamm
Regelprofil

Mit dem folgenden 10-Punkte-Maßnahmenpaket soll der Aistdamm fit für die Zukunft gemacht und nach Aisting/Furth entsprechend erweitert werden:

  1. Errichtung einer neuen Hochwasserschutzanlage in Aisting und Furth in Form von Hochwasserschutzmauern, Ufererhöhungen, Geländeanpassungen, Ausformung einer Berme sowie einer neuen Abflussmulde mit einem neuen Durchlass unterhalb der B 3c.
  2. Einbringung von Dichtungselementen in die bestehende Dammanlage zu deren optimalen Abdichtung. Weiters werden die Dammanlagen künftig von Bewuchs freigehalten. Als Ausgleich dafür werden mehrreihige Hecken auf rund 20.000 m² Naturschutzausgleichsflächen neu gepflanzt.
  3. Erhöhung der hydraulischen Leistungsfähigkeit und Anpassung an das Schutzziel des Machlanddammes durch Aufhöhung der bestehenden Dämme bzw. Absenkung der Bermen zwischen Dämmen und dem Mittelwassergerinne. Der Radweg von Schwertberg bis zur Einmündung in den Donauradweg in Naarn auf der linksseitigen Dammkrone wird in diesem Zuge wiederhergestellt.
  4. Einbau von zwei bautechnisch gesicherten Überströmstrecken zum Schutz der Dammanlage vor unkontrolliertem Überfluten und zur Verringerung der Dammbruchgefahr bei Extremhochwässern.
  5. Abbruch der alten und Errichtung einer neuen Aist-Brücke entlang der L 1422 (Naarner Straße) in Sebern, damit in der Brückenfeldmitte ein Freibord von mindestens 1,0 m auf ein Hochwasser von HQ 100 bleibt. Die Planung erfolgt mit bestmöglicher Unterstützung der Abteilung Brücken- und Tunnelbau des Amtes der Oö. Landesregierung.
  6. Setzung von Geländegestaltungsmaßnahmen (u.a.) zur bestmöglichen Vorbeileitung allenfalls überströmender Extremhochwässer (größer HQ 100) u.a. an den Siedlungen An der Aist, Haid und Sebern.
  7. Errichtung eines durchgängigen Dammbegleitweges für eine effektive und effiziente Dammbewirtschaftung bzw. Dammverteidigung im Hochwasserfall.
  8. Einbau eines Siels in die rechte Dammanlage für eine allfällige Entwässerung des Polders Haid im Falle eines Extremhochwassers.
  9. Verbesserung der Hinterlandentwässerung in der Ortschaft Au in Abstimmung mit der Wasserrechtsbehörde.
  10. Ökologische Aufwertung der Aist innerhalb der bestehenden Dammanlage durch den Einbau von fünf Flachwasserzonen mit gegenüberliegender Buhne zur Belebung des Abflusses soweit das im Rahmen der bestehenden Dammanlage technisch möglich ist.

Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf 11.400.000,- Euro.


Übersichtslageplan Baufortschritt

Partner
OGWWildbach

Mit Unterstützung von Land (Wirtschaftsressort) und Europäischer Union
EU Land OÖ Leader Lebensministerium